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DIE BEDEUTUNG VON MYKORRHIZA FÜR DIE ANPASSUNGSFÄHIGKEIT VON PFLANZEN AN EINE SICH WANDELNDEN UMWELT IM KONTEXT EINER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG





Leuphana Universität Lüneburg

 

Gastgeber:  Isabell Zunker 

 

Fakultät Nachhaltigkeit

Institut für Umweltchemie

Scharnhorst Straße 1

21335 Lüneburg

 

24.11.2011 (13:00) - 25.11.2011 (13:00)


Das in der Forstwirtschaft schon seit Jahrhunderten angewandte Prinzip des nachhaltigen Handelns gewinnt im Rahmen des jetzigen Nachhaltigkeitsdiskurses an Bedeutung und zielt darauf ab, „den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.“ (Definition nach Brundtland, 1987)

 

Um diesem Anspruch gerecht zu werden muss ein verantwortlicher Umgang mit der Ressource Boden etabliert werden um die Funktionsfähigkeit des Bodens wiederherzustellen. Diese wurde in der Vergangenheit unter anderem durch die Intensivierung von Landwirtschaft und daraus resultierend durch den gesteigerten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, wie auch durch Schadstoffkontaminationen z.B. an Industriestandorte negativ beeinflusst. Mykorrhizierte Pflanzen weisen eine verbesserte Nährstoffaufnahme auf, was ihnen erlaubt auch unter ungünstigen Standortbedingungen zu wachsen. Desweiteren belegen Untersuchungen, dass die Bodenqualität an Altstandorten durch Besiedlung mit mykorrhizierten Pflanzen verbessert werden kann. Ob sich aufgrund der verbesserten Abwehr von mykorrhizierten Pflanzen gegenüber Pathogenen oder durch die verbesserte Nährstoffaufnahme der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln reduziert lässt, muss in Zukunft weiter erforscht werden.

 

Neben diesen Herausforderungen des nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Boden ergeben sich zusätzliche Herausforderungen durch die Auswirkungen des Klimawandels für die Land- und Forstwirtschaft. So muss auch in Deutschland als Resultat des globalen Klimawandel von einer Veränderung der Lebensbedingungen für die Pflanzenwelt ausgegangen werden. Auch wenn die Dimension der Veränderungen noch diskutiert wird, so ist doch unstrittig, dass ein Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur, eine Veränderung im Niederschlagsdurchschnitt und damit von einem erhöhten Trockenstressrisikos wie auch von einer erhöhten CO2 Konzentration in der Atmosphäre auszugehen ist. Da etwa 90% aller Pflanzen in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen leben können und mykorrhizierte Pflanzen an die spezifischen Herausforderungen des Klimawandels wie z.B. Trockenstress besser angepasst sind, ergeben sich aufgrund dieser erhöhten Toleranz interessante Aspekte und Ansatzpunkte für den Einsatz von Mykorrhizaprodukte in der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft.

 

Auf der 15. Jahrestagung der DPG-Projektgruppe Mikrobielle Symbiose des Arbeitskreises Phytomedizin in Gartenbau und Forst und der Vereinigung der Mykorrhizaanwender und -produzenten Deutschlands im November diesen Jahres sollen u.a. diese Aspekte und Lösungsansätze der Mykorrhizaforschung vorgestellt und diskutiert werden.

 

Alle Interessenten sind herzlich zu dieser öffentlichen Tagung eingeladen.

 


Anmeldung und Programm

Hinweis: Für die Anmeldung wählen Sie in den Auswahlmenüs bitte die Tagung der Projektgruppe (PG)  Mikrobielle Symbiosen!

 

 

 

Hinweise zum Anmeldeverfahren            Zur Anmeldung            Einreichung eines Abstracts             Programm           Abstracts 2010            Anfahrt             Parkplätze

 

Die Tagung findet im Gebäude 11 Raum 320 (3. Etage) der Scharnhorststr. 1 statt. Bitte benutzen Sie die Parkplätze P3 und P4.

 


 



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Termine

13.02.2012
2012 Human Pathogens on Plants: Multidisciplinary Strategy for Research
Hyattsville, Maryland

13.02.2012
Reframing the Agenda: Food Security to 2050 - A National Forum on Food Security
Adelaide, South Australia

14.02.2012
I International Workshop on Bacterial Diseases of Stone Fruits and Nuts
Zürich (Switzerland)


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